Die Existenz der Engel – eine Glaubensfrage? (Wolfgang Oberbauer)      
 

In dem Denken der Menschen war das Universum bis zum Mittelalter erfüllt von unzähligen Geistwesen und Engeln. Erst mit den Erkenntnissen der Wissenschaft des 17. Jahrhunderts wurde plötzlich unser Kosmos zu einer Art Maschinerie, der präzise nach physikalischen Gesetzen arbeitet und allmählich keinen Platz mehr für Geistwesen und Engel mehr hat und hatte. Das "Newtonsche Universum" drückte sich immer mehr nur noch in der Sprache der Mathematik, Physik, Technik und Wissenschaft, wie Gewicht, Entfernung, Zeit und Potenzen aus.

Mit weiterem Fortschreiten der Naturwissenschaften und der Technologie wurden die Geistwesen und Engel immer mehr und mehr „ausgebürgert“ und in den Bereich des Aberglaubens verdrängt. Hinzu kam noch, dass in dieser Zeit die Hexenverfolgung und Teufelsaustreibungen in Europa ihren Höhepunkt erreichten. Jeder der sich daran nicht beteiligte, setzte sich der Gefahr aus ein Ketzer zu sein. Ermahnte jemanden zur Besonnenheit, riskierte dieser plötzlich selbst der Hexerei oder Zauberei verdächtigt zu werden. Vor diesem Hintergrund, der Austreibung der "bösen Geister", war es schon aus Selbstschutz besser, wenn man mit der Frage "Existenz der Engel" vorsichtig umging.

  entfernte Galaxie  
 

Im Protestantismus gab es zahlreiche Reformatoren, die die Schutzengelverehrung als eine Art Gotteslästerung ansahen, da Engel und nicht Gott direkt angesprochen wurde. Ebenso stellten sie die Engel zusammen mit dem Christkind, dem Nikolaus, dem Weihnachtsmann und dem Osterhasen auf die gleiche Stufe.
Aus der Sicht dieses mechanistischen Weltbildes war und ist nur glaubwürdig, was sich naturwissenschaftlich erklären und beweisen lässt, noch besser, was man sieht oder anfassen kann. Der Rest ist Glaubenssache für Phantasten und Spinner. Das Universum wurde zu einem leeren, wesenslosen Bereich erklärt, reduziert auf Zahlen und Formeln. Das Leben auf unserem Planeten entstand nach dem neuen Weltbild, als eine Reihe von Zufälligkeiten in der biologischen Evolutionsentwicklung.

Die linke Gehirnhälfte wurde überbewertet und die Gefühlsseite in der rechten Gehirnhälfte wurde im gleichen Maß zurückgedrängt. Werte, die die eigentliche Essenz des Lebens ausmachen, wie Gefühle, Intuition, Kreativität, Freude, besondere Achtung vor anderen Lebewesen und Liebe hatten immer mehr und mehr einen anderen Stellenwert und wurden als „unwissenschaftlich“ abgestempelt. Die Frage nach dem Sinn des Lebens und was kommt danach, durfte man gar nicht laut äußern, ohne Gefahr zu laufen, schief angeschaut zu werden.

Unterstützt wurde diese Denkungsart auch durch den Versuch, sich gegenüber den Dogmen, unverständlichen Geboten und Verboten aus dem Bereich der verschiedenen Religionsrichtungen und Kulturkreisen, abzugrenzen.

 
 

Allerdings wurde bereits damals und heute immer noch übersehen, dass unser ganzer Kosmos von Naturgesetzen regiert wird, die wir nur auf geistiger Ebene betrachten und erklären können. Die Naturgesetze sind vom Grundsatz her auch geistige Konstrukte. Die Mathematik, mit der wir die Naturgesetze beschreiben, drückt etwas Immaterielles, also etwas Geistiges aus. Eine mathematische Gleichung ist noch keinem von uns in Form eines anfassbaren Wesens oder Gegenstandes wirklich begegnet.

Einerseits bauen wir, ohne zu zögern, auf diesem abstrakten Modell auf - ein Modell, das wir weder anfassen noch sehen können - andererseits haben wir Probleme eine körperlose Intelligenz in diesem Zusammenhang zu akzeptieren. Wir lehnen es sogar vehement ab, dass genau dieses Geistige durch geistige Wesen geschaffen worden sein könnte. ........ Irgendwie stimmt nach meiner Meinung an dieser Logik etwas nicht.

  Mathematik ist geistig  
 

Allmählich findet aber in Teilen der Bevölkerung wieder ein Umdenken statt. Interessant ist dabei, dass dieses Umdenken auch in der Physik sich langsam verbreitet. Das Mysterium ist also wieder im Kommen, nicht nur bei spirituell Suchenden, sondern auch in den Naturwissenschaften und in anderen Bereichen unseres täglichen Lebens. 

Die Grundbausteine der „Materie“, egal in welchem Aggregatszustand, sind die uns bisher bekannten Elementarteilchen, wie Atome, Elektronen und Moleküle. Wobei die Atome noch untergliedert sind in Nukleonen bzw. Quarks, Neutronen und Protonen. Und all diese Teilchen sind in Schwingung, also in ständiger Bewegung.

Stellt man sich einen Beobachter in einem Eisenstück vor, der so klein wie ein Atom wäre, würde dieser nur ein schwingendes Etwas, aber keine Materie mehr sehen und erst recht nichts Hartes fühlen können.

Der Atomkern ist nun ca. 10.000 x kleiner, als das Atom. Würde nun dieser Betrachter noch in der gleichen Frequenz des Atoms schwingen, dann könnte er sogar den Atomkern erkennen. Aufgrund der Größenverhältnisse und Abstände der Elementarteilchen sieht er aber im Endeffekt nur einen fast leeren Raum. Der Raum würde sich ihm gegenüber gerade so wie unser Weltall - mit seinen unendlichen Weiten und den Planeten - darstellen.

Letztendlich ist alles nur eine Frage des Standpunktes und der Beschaffenheit des Betrachters, was er sehen kann. Verfolgt man diesen Gedanken weiter, dann gibt real gar keine Materie. Es gibt nur Schwingungsenergien mit unterschiedlichen Schwingungsgeschwindigkeiten (Frequenzen).

Unser Umfeld können wir primär nur mit unseren relativ eingeschränkten Sinnesorganen wahrnehmen. Infolgedessen ist unser Weltbild sehr stark von unseren Sinnesorganen abhängig und wird damit auch entsprechend ständig geprägt.

Alles was wir mit unseren 5 Sinnen „erkennen“ können, fällt uns auch leicht zu akzeptieren. Tatsächlich erfassen wir aber mit unseren 5 Sinnen nur einen extrem schmalen Frequenzbereich „bewusst“. Und genau auf diesen eingeschränkten Blickwinkel bauen sich unsere häufig starren Ansichten auf und davon abgeleitet die Lehrmeinungen über die Erde, über das Leben, über andere Wesen und dem gesamten Kosmos.

Wobei einer der wichtigsten Sinne, den ein Mensch bereits im Mutterleib und mit über den Tod hinaus begleitet, weder von der Wissenschaft noch von einem Großteil unserer Gesellschaft in ihrer Denkungsart berücksichtigt wird. Dieser Sinn wird weder gelehrt, noch wird er besonders genommen, ja er wird sogar von einem Teil unserer verstandesmäßig orientierten Gesellschaft als hinderlich betrachtet.

Dieser Sinn heißt „Gefühle“. Gefühle mit all seinen Facetten, wie Liebe, Zuneigung, Mitgefühl, Angst, Groll und Wut, beherrschen vorwiegend unser Leben. Dieser Sinn prägt maßgeblich unsere Bewusstseinsstufe. Und nur unser Bewusstsein mit seiner „erarbeiteten Qualität“ z. B. der Liebe, können wir ins Jenseits mit nehmen. Alles andere bleibt zurück.

Nicht nur unsere Wahrnehmung, aufgebaut auf die 5 Sinne, auch unsere Technik ist hierfür ebenfalls recht eingeschränkt. Wir arbeiten heute irgendwo max. im 1 Tera-Hz-Bereich (=1.000.000.000.000 Schwingungen/sec). Dieser Bereich ist exakt messbar. Allein die Frequenz des sichtbaren Lichts (gelb z. B. ca. 500 THz = 500.000.000.000.000.000 Schwingungen/s) genau zu messen, versagen unsere heutigen technischen Möglichkeiten.  

Im Frequenzbereich bis zum sichtbaren Bereich und dem unendlichen Bereich über das Licht hinaus, gibt es noch unzählbar „Vieles“. Auf jeden Fall kann man davon ausgehen, dass unser Umfeld, unsere Natur, unser gesamter Kosmos nicht dort automatisch endet, wo wir nicht mehr in der Lage sind, Dinge zu erfassen, zu messen und zu berechnen. Nur bezogen auf das Lichtspektrum, nehmen wir nur 8 Prozent wahr. 92 Prozent unserer  natürlichen Umgebung können wir mit unseren eingeschränkten Sinnen nicht erfassen.

In unserem direkten Umfeld zeigen uns täglich die Tiere, dass sie mit ihren anders gearteten Sinnesorganen völlig andere Dinge wahrnehmen können, als wir. Obwohl wir z. B. für Ihre Vorahnungen über anstehende Ereignisse keine mathematischen oder physikalischen Erklärungen haben, akzeptieren wir seit jeher deren Fähigkeiten ......... und vereinzelt akzeptieren wir auch, dass es viele Dinge gibt, die wir Menschen nicht wahrnehmen und erkennen können.

Abgeschiedene Wüstenbewohner, die nie ihren Lebensraum verlassen haben, kennen weder Radio, noch Fernseher oder andere Fortbewegungsmittel als Kühe und Kamele. Diese würden wir belächeln, wenn diese behaupten, dass es keine Städte, keine Autos, keinen Straßenlärm, keinen Strom und kein Wasser aus der Leitung sowie keinen Schnee geben kann, da sie solche Dinge noch nie berührt, erblickt, gespürt oder gehört haben.

Das "Nicht-Wahrnehmen" von etwas beweist nicht seine "Nicht-Existenz"

(Dalai Lama)

Der Bereich des linearen Bewusstseins, also des Greifbaren, der Wahrnehmung, der Ursache und Wirkung wird heute nicht mehr so stark idealisiert. Der nichtlineare Bereich mit seinen unendlichen - mit unserem linearen Denken, nicht erfassbaren Themen - findet auch graduell Einzug in der Wissenschaft (z. B. Chaosforschung).

Eines sollte uns dabei stets bewusst sein, alles Leben ist in seiner Substanz nichtlinear. Wir können das Entstehen, den Sinn des Lebens, den Geist und das Sein nicht messen, nicht mathematisch beschreiben und nicht definieren ....... Und trotzdem gibt es uns, mit all unseren Hoffnungen, Wünschen, Gefühlen und Sehnsucht nach Weiterentwicklung hier auf der Erde und für etliche von uns, auch außerhalb unseres heutigen anfassbaren, sichtbaren und vorstellbaren Lebensbereiches.

„Falls Gott die Welt geschaffen hat, war seine Hauptsorge sicher nicht, sie so zu machen, dass wir sie verstehen können.“

(Albert Einstein)

Nach einer Hypothese, der immer mehr Menschen folgen, ist unsere Erde nicht nur eine erstarrte Masse aus Magna und damit ein seelenloses totes Gestein, sondern eher eine Art "lebender Organismus". Es ist ein Organismus, den man mit Achtung gegenüber treten sollte. Es ist ein Platz für uns Menschen, an dem wir uns glücklich fühlen sollten und die Chance haben unser Bewusstsein zu erweitern. Wobei die Chinesen der westlichen Denkungsart hier weit voraus sind. Seit alters her betrachten sie auch unseren gesamten Kosmos als einen gewaltigen, lebenden Organismus, der ständig im Umbau ist, fortwährend expandiert und dessen Einzelglieder sich alle gegenseitig beeinflussen. - Und dieser Organismus kann aber auch in sich zusammenbrechen oder explodieren. D. h. es wird Energie in einer anderen Beschaffenheit freigesetzt und damit in eine andere "Lebensform" transformiert.

Der englische Astronom Sir James Jeans (1877 bis 1946) schrieb: „Das Weltall beginnt immer mehr einem großen Gedanken, als einer großen Maschine zu gleichen“. Weiterhin ist er der Meinung "Das Ergebnis einer auf das Universum bezogenen wissenschaftlichen Forschung kann in einem einzigen Satz zusammengefasst werden - Es scheint so, dass das Universum von einer höheren Intelligenz gestaltet worden ist, deren mathematisches Wissen unbegrenzt ist."

Es gibt keine Materie an sich, sondern nur ein Gewebe von Energien, dem durch intelligenten Geist Form gegeben wird.

(Max Planck)

Albert Einstein beschäftigte immer wieder die Frage "warum". Warum funktioniert die Natur gerade so, wie wir sie kennen. Könnten die Naturgesetze auch nicht anders arbeiten?  Auch heute stellt sich ein immer größer werdender Kreis von Forschern nicht mehr die Frage "wie" funktioniert unser Universum, sondern "warum" ist unser Universum gerade so, wie es ist. Von der Beantwortung Fragen "woher" und "wohin" sind wir aber noch weit entfernt.

Nach einer Theorie in der Quantenphysik ist der Ursprung allen Seins, das Bewusstsein. Die modernen Mystiker – und das sind auch Physiker und Mathematiker - entwickeln Denkmodelle, dass alles mit allem in unserem Kosmos verbunden ist. Begründet wird das Modell, dass Quanten, die kleinsten, uns bekannten Elementarteilchen, Informationen anscheinend untereinander austauschen können. Demzufolge kann man davon ausgehen, dass auch der Makrokosmos diese Fähigkeit der Kommunikation besitzt, da ja alle Materie - die in letzter Konsequenz auch nur Schwingung ist - Quanten enthält.

Wenn alles mit allem in unserem Kosmos miteinander verbunden ist, dann müsste dies bereits mit dem Urknall geschehen sein. Auch Prof. Hans-Jörg Fahr ist davon überzeugt, dass der Materie der Wille nicht fremd ist. Bereits am Anfang unserer Galaxie - wie jede Galaxie - muss ihr also schon ein Zweckwollen und ein Wille zur Selbstentfaltung mitgegeben worden sein.

Folgt man dem anthropischen  Prinzip (von griechisch anthropos »Mensch«) des britischen Kosmologen und Physikers Brandon Carter, dass es in diesem Kosmos Beobachter gibt, muss demzufolge das Universum durch Regeln geführt sein, welche die Existenz dieser Beobachter zulassen. D. h. bereits beim Entstehen eines neuen Kosmos müssen Eingangsvoraussetzungen geschaffen worden sein, die zumindest später das Vorhandensein von Beobachter zulassen.

Davon abgeleitet müssten allein durch die Macht der Gedanken physikalische Tatsachen ebenfalls geschaffen werden können. Wenn dem so ist, dann könnte die Bibelstelle Johannes 1, 1-14 "Im Anfang war das Wort ...." vielleicht für manchen von uns in einem anderen Licht erscheinen.

Der britische Biochemiker Rupert Sheldrake vermutet, dass über morphogenetische Felder, die gesamte belebte und unbelebte Schöpfung geprägt und gesteuert wird. In diesen Feldern ist das vollständige Wissen der Geschichte und der Evolution nach seiner Theorie gespeichert. Aus diesem unermesslichen Speicher könnten z. B. die Quanten ihre Verständigung zwischen den verschiedenen Ebenen der Realität holen. Dadurch würden sich auch Gedankenübertragungen, Vorahnungen oder auch der Ablauf von gleichartigen Ereignissen erklären lassen.

Rupert Sheldrake ist auch überzeugt, dass das Universum lebendig ist und alles darin ein Bewusstsein hat. Nach seiner Auffassung ist z. B. das Bewusstsein der Sonne nicht als ein in sich geschlossenes System zu sehen, sondern eher als ein Kern, der das gesamte Sonnensystem durchdringt und mit anderen Galaxien in Verbindung steht. Unser eigenes Bewusstsein spielt sich auch nicht nur in unserem Kopf ab. Es breitet sich auch auf unser Umfeld und auf unsere Mitmenschen aus - und zwar auf alle, die mit uns in Beziehung stehen.

Wenn alles mit allem verbunden ist und wir in irgendeiner Art und Weise "beeinflusst" werden, muss auch umgekehrt auf jeden unserer Gedanken, jedes Ereignis irgendetwas irgendwo in unserem Kosmos erwidern bzw. reagieren.

Es sieht immer mehr so aus, als ob das ganze Universum nichts anderes ist, als ein einziger, grandioser Gedanke.

(Albert Einstein)

 
 

Jahrelange scheiterten die Physiker daran, dass das anthropische Modell scheinbar nicht mit der Physik und ihren Größen vereinbar ist. Allmählich ändert sich auch hier das Denken. Eine ebenso wachsende Anzahl von Wissenschaftlern glaubt in der Zwischenzeit nicht mehr daran, dass die Natur die Kräfte aus sich selbst hervorbringt und diese dann wie die Rädchen eines Uhrwerkes haargenau ineinandergreifen läßt. Es muss etwas anderes dahinter stecken.

Unbestritten ist, dass wir hier nicht alleine in unserer Milchstraße leben. Es gibt eine Vielzahl von Fixsternen in unserem Universum, auf denen intelligente Wesen bestehen können. Unsere Galaxie existiert seit über 14 Milliarden Jahre und sie enthält demzufolge zahllose Planeten, die wesentlich älter sind, als unsere Erde. Schon aus dieser Sicht ist die Annahme, dass auch dort Leben in irgendeiner Form entstanden sein muss, sehr plausibel. Die Naturgesetze in unserem All sind überall gleich und wirken ähnlich. Allein aufbauend auf diese Tatsache, sollten wir uns nicht anmaßen, dass sich das gesamte Gebilde, vom Urknall her beginnend bis zum gegenwärtigem Welltall, nur für uns winzige Erdenbewohner entwickelt hat bzw. für uns geschaffen worden sein sollte.

 

Supernova Vela

Reste der Supernova Vela in unserer Milchstraße

 
 

Sir Roger Penrose, englischer Mathematiker, Physiker und Kosmologie hat für die fiktive Annahme, dass unser heutiges Universum zufällig entstanden ist, eine Wahrscheinlichkeitsrechnung aufgestellt. Bei seinem Rechenmodell berücksichtigte er dabei alle bekannten physikalischen Konstanten und Variablen, die für ein Leben mit den erforderlichen Umweltbedingungen, wie wir sie heute kennen, darin notwendig sind. Er kam auf eine 1 mit 10123 Nullen. Zum Vergleich, alle Atome in unserer gesamten Galaxie zusammengezählt, ergeben eine "1" mit knapp 80 Nullen. Allein diese beiden Zahlenkonstrukte zeigen schon, dass der Kosmos nicht auf Zufälligkeiten basiert und wir schon gar nicht dessen Zufallsprodukt sind.

Bisher wurden 340 Planeten innerhalb unseres erreichbaren Universums gefunden, auf denen Leben nach unserer Vorstellung, wenn auch in sehr niedriger Form, da sie entweder zu kalt oder zu heiß sind, existieren könnte. Der US-Astronom Alan Boss von dem Carnegie-Institute vermutet, dass es um die 100 Milliarden von diesen Planeten in unserer Milchstraße gibt. Berücksichtigt man, dass allein in unserem Universum gut über 50 Milliarden weitere Milchstraßen vorhanden sind, ist das Bestehen von erdähnlichen Planeten, auf denen intelligentes Leben existiert absolut sicher. Dabei wird immer nur von Lebensformen ausgegangen, die unseren ähneln. Lebensformen, die wir nicht kennen, sind bei dieser unendlichen Zahl von möglichen Sternen, die Bedingungen für Leben bieten, nicht einbezogen.

Unbestritten ist auch, dass unser Universum nicht alleine ist. Nach Berechnungen soll es über 10 hoch 500 Universen geben, also eine "1" mit 500 Nullen. Rein von der mathematischen Wahrscheinlichkeit her müssen demnach unzählige Lebensformen und dementsprechende mannigfaltige Lebewesen existieren. Wobei man sich von unseren Grundbedingungen zum Leben, d. h. einen Körper, der Wasser und Sauerstoff sowie uns bekannte Nahrungsmittel benötigt, loslösen muss. Die Merkmale eines Wesens sind primär Geist und Seele sowie Bewusstsein. In diesem Zustand sind sie reine Energieformen. Nur nach unseren, teilweise antiquierten Vorstellungen muss dieser "Körper" auch noch aus Zellen, Knochen, Wirbeln, Fleisch oder ähnliches - umgeben von einer Haut - bestehen.

Hinzu kommt, dass unser Universum vergleichsweise zu der ungeheuren Gesamtzahl von Universen nur wie ein Sandkorn in der Sahara wirkt. Vergleicht man dazu unsere Erde mit der Gesamtzahl, dann ist diese demnach so winzig, dass diese Dimensionen für unser Gehirn gar nicht mehr beschreibbar ist. Umgekehrt gilt dies auch dementsprechend für die enorme Vielfalt von "Lebewesen" außerhalb unseres Vorstellungsbereiches.
Wobei nicht jeder Kosmos den gleichen Naturgesetzen unterworfen sein muss und daraus demzufolge schon ein „Leben“ mit allen Randbedingungen völlig unterschiedlich sein kann, angepasst an die Gesetze des jeweiligen Universums.

Von der Physik her sind uns vier Grundkräfte bekannt, die das Geschehen in unserem Kosmos bestimmen. Die Gravitationskraft und die Kräfte im Atomkern. Im Atomkern wirken die elektromagnetische Kraft, die schwache und starke Kernkraft. Für jede der vier Grundkräfte gibt es jeweils nur eine Kopplungskonstante mit einem bestimmten Wert.

Es gibt keine schlüssige Begründung, weshalb die Kopplungskonstanten im Zusammenhang mit der Elementarteilchenmasse exakt diese Werte haben. Gleiches gilt für das Massenverhältnis der Protonen, Neutronen und Elektronen zueinander. Wieso sind die Gravitationskräfte und die jeweilige einzelne Sternenmasse genau so groß, dass sich nicht die Sterne zu einem riesigen Ball vereinigen oder völlig unkoordiniert auseinander driften? „Warum“ wurden aus der Fülle der Möglichkeiten der Naturkonstanten, genau diese und keine anderen oder einfach weitere ausgewählt?

Der Wissenschaft ist heute noch nicht einmal der Aufbau und die Wirkungsweise des Grundbausteins der  Materie - das Atom - vollends klar. Je näher die Kernphysik in den Atomkern vordringt, desto mehr zerfleddert dieser. Lange Jahre ging man davon aus, dass der Atomkern ein zusammengedrücktes Etwas von Neutronen und Protonen ist. Und plötzlich entdecken die Physiker, dass Quarks hinter den Neutronen und Protonen stecken und diese auch noch immer mindestens doppelt auftreten. Dann gibt es noch die Gluonen (Starke Kraft) die den Atomkern zusammenhalten. Baryonen, Mesonen, Hadronen spielen auch noch eine Rolle. ..... Der ganze Atomkern scheint eher ein einziger Energiewirbel, besser gesagt, eine pulsierende Energie zu sein, dessen letzte Struktur und die Antwort auf "warum ist das so"  noch lange nicht gefunden ist.


Die Natur ist so gemacht, dass sie verstanden werden kann. Oder vielleicht sollte ich richtiger umgekehrt sagen, unser Denken ist so gemacht, dass es die Natur verstehen kann.
(Werner Heisenberg)

 
 

Auffallend sind auch die Ähnlichkeiten und immer wiederkehrende Muster in unserer Natur, egal ob im Mikro- oder Makrokosmos. Um die Atomkerne kreisen Elektronen. Äquivalent dazu ist unser Sonnensystem, ja unser ganzes Universum aufgebaut. Ganzheitlich gesehen ist alles auf wenige Konstanten und Vorlagen reduziert. Erstaunlich sind auch dabei die auffallende Ordnungsstruktur und der verblüffende Gleichgewichtszustand, hervorgerufen durch die Gravitationskräfte.

Nichts in unserem Universum, kein noch so kleines Teilchen oder noch so großer Planet ist allein. Kein „Gebilde“ egal ob im Mikro-, Makrokosmos oder auch welcher Dimension, kein Elektron und auch noch so großer Planet, zieht irgendwo verloren allein seine Bahnrunden, sondern sie sind immer in Wechselwirkung mit etwas anderem und damit voll in die Gesamtheit eingebunden.

  Einstein'sche Formel  
 

Eine Erklärung macht sich unter den Wissenschaftlern, die sich die Frage nach dem "Warum" stellen, immer mehr breit, dass eine unbeschreibliche Intelligenz, ein Zentrum von geballten Wissen und Wesen, die heute in ihren Fähigkeiten für uns nicht erfassbar sind, dahinter stecken müssen. Der Schluss liegt sehr nahe, dass bereits vor dem Urknall irgendetwas, irgendjemand oder irgendwer mit absoluter Präzision und Planung den Grundstein für unsere heutige Existenz gelegt hat. Demzufolge muss zwangsläufig ein übergeordneter Entwicklungsplan für unser Universum zugrunde gelegt gewesen bzw. immer noch gelegt sein, mit dem Ziel, einen vollkommenen Gleichklang innerhalb des Systems zu schaffen und mit Bewohnern, egal mit oder ohne Körper, zu "besiedeln".

Dann ist es nur logisch, dass für jedes der betroffenen Universen spezifische Architekten, Überbringer, Ausführende, Wächter, Beschützer und Helfer existieren müssen. --- Und die Frage nach der Existenz von Engeln erklärt sich dann von selbst.

Eine weitere Schlussfolgerung daraus ist, dass alles - uns eingeschlossen - immer schon ein Teil eines unermesslichen Systems sind und nichts - dementsprechend auch wir - nie allein waren, nie allein sind und nie allein sein werden.

Die wichtigste Erkenntnis meines Lebens ist die, dass wir in einem liebenden Universum leben.

(Albert Einstein)

 

 

Dabei sollten wir eines nicht vergessen, wir sind heute noch nicht in der Lage über das Wesen einer Ameise, geschweige eines Ameisenhaufens, einer Biene, eines Bienenstockes, eines Vogels, eines Hundes und erst recht nicht über das Wesen eines Menschen eine Aussage  treffen zu können. Wissenschaftlich gesehen sind wir noch nicht mal hier in den Kinderschuhen. - Anders ausgedrückt, wir wissen gar nichts darüber. Wir maßen uns aber an, zumindest ein Teil von uns, andere Wesen, nur weil wir sie nicht erkennen können, als nicht-existent einzustufen und versuchen auch noch - mit unseren beschränkten Erfassungsmöglichkeiten - dies zu beweisen.


Wenig Zeit über Engel und das, was sich zwischen "Himmel und Erde" abspielt, nachzudenken

Ein weiteres Problem ist unsere schnelllebige Zeit. Sie ist oft geprägt von Erfolgszwang, Hektik, Existenzängsten, verständlichen Sorgen um das Geldverdienen und unabwendbaren Verpflichtungen gegenüber Familie und Beruf sowie auch manchmal Spaß haben um jeden Preis. Themen „was spielt sich zwischen Himmel und Erde ab“ werden, schon aus Zeit- und vermeintlich wichtigen Prioritätsgründen, mehr oder weniger Aufmerksamkeit geschenkt.

Vor kurzem hatte ich ein Gespräch mit einer 45 jährigen Managerin aus der IT-Branche:

„Für mich ist nach dem Tod Schluss und Ende ..... und das ist auch gut so.  Ich habe auch gar keine Zeit über etwas anderes nachzudenken, wie den Sinn des Lebens, schon gar nicht über Engel oder was passiert danach. Ich mache mir heute darüber überhaupt keine Gedanken. Vielleicht ändere ich später, wenn ich Zeit habe, mal meine Meinung.
Ich komme abends um ca. 18 Uhr nach Hause. Dann richte ich das Essen für meine Familie her. Wenn ich Glück habe, kann ich noch die Nachrichten anschauen, spreche manchmal noch kurz über Tagesprobleme mit meinen beiden fast erwachsenen Kindern oder mit meinem Mann. Danach hole ich mein Notebook hervor und bereite ich mich auf Themen am nächsten Tag in der Firma vor.  …. Und dann falle ich todmüde ins Bett.
Ich bin in meine Verpflichtungen und in den Tagesablauf so eingebunden, dass so etwas wie Engel oder ähnliches überhaupt keinen Platz mehr in meinem Gehirn haben. Ich habe mir schon so oft vorgenommen zumindest ein Buch zu lesen, aber ich komme einfach nicht dazu. Vielleicht klappt es im nächsten Urlaub. Aber dann müsste es schon ein Fachbuch aus dem Bereich Naturwissenschaften sein."

 
 
 
 

Schwingungen und das Potential unserer Gedanken (das universelle Resonanzgesetz)

Von der Seite des Resonanzgesetzes her betrachtet addieren sich Energien mit gleichen Frequenzen. Jede Materie, jeder Körper, jede Zelle und auch jeder Gedanke erzeugt auch ein Schwingungsfeld. Sie können unterschiedlich oder mit der gleichen Frequenz schwingen. Trifft eine von uns ausgesendete Energie auf eine gleiche Energie mit gleicher Frequenz treten diese in Resonanz miteinander. ( siehe hierzu auch http://resonanz.synergetikmuenchen.de).

Egal ob dies einer der betroffenen "Energien" gefällt oder nicht. Es kann sich keines der "Energien" vor der Resonanz verstecken. Auf unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen bezogen - unabhängig davon, ob sie positiv oder negativ sind - werden diese verstärkt, wenn sie auf Menschen mit gleichen Gedankengut und Handlungsweisen treffen. (Er ist mit mir auf der gleichen Wellenläge. Er war mir auf Anhieb sympathisch). Ist keine Resonanz da, dann ist uns das Gegenüber gleichgültig oder „Er ist mir unsympathisch“. Uns ist selten bewusst, dass er uns eigentlich nur etwas spiegelt, das mit uns zu tun hat.

Gleiches gilt natürlich auch für unsere Wünsche und Vorstellungen von Themen, Ereignissen, Anliegen und materiellen Dingen. Lenken wir unsere Bewusstseinsenergie sorgfältig darauf,  können wir mit diesen in Resonanz kommen und eine Verstärkung setzt sich ein. Das Universum reagiert aber unglücklicherweise auf alles, was ausgesendet wird. Senden wir zaghafte Energien, wenig Selbstvertrauen und "das klappt nie" oder noch schlimmer "bei mir klappt das nie" aus, dann kommen wir genau mit diesen Energien in Übereinstimmung und verstärken damit noch unsere Ansicht über uns selbst. -- "Wie im Innen, so im Außen".

Welche Eigenschwingung wir von uns geben und in welcher Intensität, bestimmen wir selbst. Das Fatale ist aber, dass wir uns der ständigen "Energiestrahlung und Energieempfang" meist nicht bewusst sind. Reagieren wir auf Emotionen anderer wie Angst, Hass, Wut, Panik, Abscheu, Kummer aber auch Freude, Gelassenheit, Liebe, Vertrauen, Interesse usw., dann ist genau in uns dieses Schwingungspotential enthalten.

Es liegt im Endeffekt in unserem Ermessen auf welche Energie wir ansprechen. Gehen wir z. B. in einen Wald, dann werden wir (meist) von der Schwingung der Natur angesteckt. Wir werden auch ruhiger und gelassener. Der Alltagsstress wird in den Hintergrund gedrängt und manchmal gelingt es uns sogar „im Hier und Jetzt “ zu sein. Sind wir in einer Großveranstaltung, Kundgebung oder was auch immer, dann können wir genau von dieser Atmosphäre, egal in welche Richtung, "angesteckt" werden. Stimmt die Frequenz der Atmosphäre für uns nicht, dann langweilen wir uns und können mit der Veranstaltung nichts anfangen.

Der spirituell Suchende wundert sich oft, weshalb sich sein Freundkreis allmählich ändert. Jahrelang getraute er sich nicht, sein geheimen Gedanken, was sich zwischen Himmel und Erde abspielt, preiszugeben. Er hatte immer Bedenken bereits im Ansatz ausgelacht  zu werden.  ... und plötzlich begegnet Menschen, die ähnlich denken wir er selber.

Die größte Entscheidung Deines Lebens liegt darin, dass Du Dein Leben ändern kannst, indem Du Deine Geisteshaltung änderst.

(Albert Schweitzer)

 
 

Die Fähigkeit etwas wahrzunehmen, aus einer etwas anderen Sicht.

Ich liebe es, Ameisen und deren geschäftiges Treiben zuzusehen. Egal wo ich bin, sehe ich einen größeren Ameisenhaufen, bleibe ich stehen und beobachte diesen eine Zeitlang. Im ersten Moment scheinen die Tiere völlig durcheinander zu rennen. Schaut man aber genauer hin und befasst sich mit den Tierchen, dann kann man nur über das perfekt organisierte Ameisenvolk staunen.

Es ist faszinierend mit welcher Ausdauer und gegenseitiger Unterstützung sie große Nahrungsstücke ins Nest schleppen, wie sie lebendige „Ameisenbrücken“ bauen, damit ihre Artgenossen Hindernisse überwinden können, welche Strategien sie entwickeln um ihre Beute zu erlegen und wie schnell sie reagieren, wenn ihr Bau beschädigt wurde oder bedroht wird.

Der Ameisenhaufen mit seinen Bewohnern ist ein eigener Staat mit einer ausgeklügelten Sozialstruktur und mit strenger Arbeitseinteilung. Arbeiterinnen, Drohnen, Soldaten und Königinnen sorgen jeweils in ihrem Aufgabenbereich für die Erhaltung ihrer Art. Die Ameisen sind wahre Baumeister ihres Fachs. Ihre Bauten haben verschiedene Kammern mit diversen Funktionen, verzweigte unterirdische Gänge und raffinierte Belüftungssysteme sowie in allen Richtungen direkt angelegte Straßen.

Ihr Informationsaustausch erfolgt auf vielfältige Weise. Sie verständigen sich durch Körperberührung und mit ihren Fühlern. Sie geben Botschaften bei der Futterübergabe weiter, setzen chemische Alarm- und Markierungsstoffe, die sie aus verschiedenen Drüsen ausscheiden. Sie haben einen sehr guten Orientierungssinn, der es ihnen erlaubt, das Nest in weitem Umkreis nach Nahrung abzusuchen. Die Ameisen verteidigen Ihren Staat und führen sogar „Kriege“. Kurzum sie sind mustergültig organisiert.

Nun war ich (vermutlich) noch nie eine Ameise. Ich bin aber überzeugt, dass die Ameisen von uns Menschen, unserer Technik, von unseren Problemen, unserer Denkungsart nichts wissen und auch nichts wissen wollen. Sie haben sehr wahrscheinlich nicht das Bedürfnis mit uns in Kontakt treten. Sie können uns auch nicht wirklich als ein intelligenteres Wesen wahrnehmen. Höchstens wir trampeln auf ihnen herum und zerstören ihren Bau. Aufgrund der Gesamtleistung eines jeweiligen Ameisenstaates kann man eine gewisse „Gruppenintelligenz“ und vielleicht sogar ein spezielles "Bewusstsein"sicherlich nicht verneinen.

Betrachtet nun uns Menschen nun ein Außerirdischer, ein höheres Wesen oder was auch immer ist es fraglich, ob dieser/dieses mit uns kommunizieren kann oder überhaupt mit uns kommunizieren will. Welche Ansicht wird dieses Wesen wohl über uns haben?

Hält uns dieser Fremde aus einer fernen Galaxie für besonders intelligent oder ist er eher der Meinung, dass wir uns auf einem relativ primitiven Level - sowie technisch und vielleicht auch mental - bewegen?

Wie würde dieser unsere Fähigkeiten logisch zu denken, mit unseren ständigen Zukunftssorgen und Streitereien untereinander, der Selbstzerstörung sowie das dauernde Beurteilen und Verurteilen - verbunden mit Engstirnigkeit und Besserwisserei - sehen?

Wie würde er unsere eingeschränkte Sichtweise einordnen, dass alles was wir nicht anfassen, erblicken, hören, schmecken oder riechen können - als nicht "wahr" einzustufen? Weshalb vernachlässigen wir unseren wichtigsten Sinn, der uns sei je her begleitet - "das Gefühl"? Weshalb sind wir ständig bestrebt, diesen Sinn mehr oder weniger vehement zu unterbinden?

Haben wir wirklich verinnerlicht, dass unsere Gefühle das sind - mit ihrem gesamten Spektrum an Emotionen - was unser gesamtes Leben, aber noch mehr unser Bewusstsein gestaltet und beeinflusst .... und immer beeinflussen wird. Nur unsere Gefühle, also die Liebe, der Hass, die Wut und das Mitgefühl und nichts anderes können wir am Ende unseres Erdenaufenthaltes mitnehmen.

Vielleicht sieht das höhere Wesen in uns auch nur einen Art Ameisenstaat mit niedriger Intelligenz und geringem Wissen, den man am besten in Ruhe lässt und möglichst nicht stört.